Stop Adani

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In Australien wüten seit Monaten verheerende Buschbrände, befeuert auch durch den Klimawandel. Zeitgleich steigt Siemens in das seit Jahren umstrittene Kohleprojekt ein, in dessen Rahmen die indische Adani Group die Steinkohlegrube Carmichael in Australien ausbauen möchte. Siemens soll hierfür Schienen-Signaltechnik für den Transport der Kohle liefern.

Deshalb standen wir am Freitag Nachmittag, den 31.01.2020, vor der Siemens Niederlassung in Karlsruhe und forderten den Ausstieg aus dem Adani-Projekt. Wir erinnerten Siemens an die Worte ihres Gründers Werner von Siemens: "Für den augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht".

In den Gesprächen mit interessierten Mitarbeiter*innen stellten wir fest, dass es auch in der Belegschaft von Siemens viele Menschen gibt, die die Beteiligung an dem Kohleprojekt kritisch sehen. Gemeinsam forderten wir über eine Postkartenaktion, dass Siemens aus dem Vertrag mit Adani aussteigt. Die unterschriebenen Postkarten haben wir am Abend dem Briefkasten übergeben, da leider keine offizielle Vertretung der Karlsruher Niederlassung zu einem Gespräch bereit war.

Viele (200) andere Unternehmen verweigern bereits die Beteiligung an dem Projekt, da die Mega-Mine für ca. 850 Mio.t CO2 pro Jahr verantwortlich sein wird, was in etwa dem Ausstoß Deutschlands im Jahr 2019 entspricht und extrem klimaschädlich ist. Auch die indigene Bevölkerung der Wangan und Jagalingou sind betroffen, da ihr Landbesitz an Adani übertragen wurde. Außerdem soll die Verschiffung der Kohle durch das Great Barrier Reef, einem UNESCO-Weltnaturerbe, geschehen; die Folgen für die Umwelt sind nicht abzusehen.

Wir appellieren weiterhin an Siemens, Zusagen für nachhaltiges Agieren und Klimaneutralität bis 2030 in diesem Punkt umzusetzen.

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