Protestaktion Shell

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Nach eigenen Angaben plant der Konzern, die Reste von vier Ölplattformen in der Nordsee zurückzulassen und damit insgesamt rund 640.000 Kubikmeter ölhaltiges Wasser sowie etwa 40.000 Kubikmeter ölhaltiges Sediment mit einem Anteil von mehr als 11.000 Tonnen Öl  [https://bit.ly/3aR5bwh, S. 425 und 430]. Um das zu verhindern, haben wir heute in Karlsruhe vor einer Shell-Tankstelle protestiert.
Mit Flyern und Aktionspostkarten konnten wir viele interessierte Autofahrende und Passant*innen über das zerstörerische Vorhaben von Shell informieren und zum Protest aufrufen.

Die britische Regierung ist gewillt, Shells Pläne zu genehmigen. Bereits letztes Jahr trafen sich in London die Mitgliedsstaaten der OSPAR-Kommission (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks) und berieten über die Pläne von Shell. Eine Zustimmung würde einen Präzedenzfall für andere Ölkonzerne schaffen. Die deutsche Regierung legte einen offiziellen Widerspruch gegen diese Pläne ein. Auch die EU-Kommission, Schweden, Belgien, Dänemark und die Niederlande sprachen sich gegen den Verbleib von 11.000 Tonnen Öl im Meer aus. Eine Entscheidung wurde vertagt und steht immer noch aus.

Greenpeace protestierte bereits 1995 im Brent-Ölfeld, als Shell plante, die Öltank- und Verladeplattform “Brent Spar“ in den Nordost-Atlantik zu ziehen und dort zu versenken. Damals besetzten die Umweltschützerinnen und Umweltschützer die “Brent Spar“. Der Protest erregte viel Aufmerksamkeit und sorgte dafür, dass Shell die „Brent Spar“ umweltverträglich an Land entsorgen musste und die OSPAR-Staaten die Versenkung von Ölplattformen verboten.

Auch du kannst deinen Beitrag leisten, indem du uns zusammen mit deiner Unterschrift eine Postkarte schickst (siehe Publikationen). Fordere, dass Shell seinen Dreck aufräumt!

 

 

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