Plastikfasten

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In der Fastenzeit 2019 vom 6. März bis zum 18. April 2019 wollen Ehrenamtliche von Greenpeace Karlsruhe auf Plastik verzichten. Gründe hierfür gibt es einige. Verzichten wir auf Plastik und wählen zum Beispiel unverpackte Waren aus, so sparen wir eine Menge Müll. Dieser Müll kann nicht mehr in unseren Ozeanen landen, die jetzt schon alarmierend voll von Plastikschnipseln und Mikroplastik sind. Mehr zur Greenpeace Kampagne "Plastikmüll im Meer" finden Sie hier. Die Fastenzeit gibt uns Anlass zur Besinnung auf das Wesentliche und eröffnet einen Raum zum Experimentieren. Für diese begrenzte Zeit lohnt sich der Mehraufwand, der mit der Umstellung der alltäglichen Gewohnheiten einhergeht. Während diesen sieben Wochen werden wir jede Woche den Fokus auf einen alltäglichen Lebensbereich legen und zeigen, wie hier konkret auf Plastik verzichtet werden kann.

Und wie stellen wir das an?

Fangen wir bei den Grundlagen an. Um nicht in die Not zu kommen, eine Plastiktüte im Laden kaufen zu müssen, ist es hilfreich, ein oder zwei Stofftaschen einzupacken. Die sind nicht schwer und nehmen zusammengerollt nicht viel Platz weg. Damit spart man sich ganz einfach den Griff zur Tüte und kann plastikfrei seine Einkäufe nach Hause bringen. Sollte mal was dreckig werden, schmeißt man die Stofftaschen einfach in die Waschmaschine.
Kniffliger wird es mit in Plastik verpackten Waren. Hier hilft ein einfacher Trick. Lokal kaufen. Verpackungen sollen die Ware schützen, oder länger haltbar machen, und darum sind sie leider weit verbreitet im Online- und Versandhandel. Geht man hingegen im Fachgeschäft gezielt auf die Suche, so ist die Chance größer, sich einen Berg von Plastik zu ersparen. Bei Lebensmittel greifen wir bewusst auf lose Ware zurück, denn die ist nicht verpackt. Wer sich wundert, warum die Biogurken im Discounter eingeschweißt sind, der kann gerne den nächsten Einkauf im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt tätigen. Dort gibt es viele unverpackte Obst- und Gemüsesorten.

Ein Zwischenbericht

In der Anfangswoche waren manche Einkäufe anders als sonst. Karin erledigt den Einkauf für die Woche auf dem Markt oder Hofladen und findet den Kontakt zum Erzeuger sehr gut: "Nicht mehr im Supermarkt einzukaufen ist viel stressfreier und kommunikativer und man bekommt einen Bezug zu den Lebensmitteln, weil man den „Hersteller“ nun kennt.". Außerdem stellt sie fest: "Man benötigt aber auch mehr Zeit, und das ist bei uns der Punkt, an dem wir dann doch ab und zu scheitern." Daniela zieht ein ähnliches Fazit: "Obst und Gemüse kaufen wir auf dem Wochenmarkt, leider ist der in unserem Wohngebiet Freitags, das schafft man dann nicht immer vor der Arbeit.". Als Erfolg wertet Sie ihren Plastikfreien Einkauf an der Käsetheke im Supermarkt: "Wir haben nun das erste Mal an der Käsetheke mit mitgebrachter Box eingekauft, das funktioniert super!". Julia und Géza haben den Gang zum Unverpacktladen in Karlsruhe in ihren Tagesablauf integriert. "Wir fahren sowieso über den Hauptbahnhof, und der Unverpacktladen ist direkt gegenüber. Entweder wir packen am Tag vorher genügend Behälter für den Einkauf ein, oder wir nehmen vor Ort gespendete Schraubgläser, wenn es spontan wird."

Unser Fazit für die erste Woche fällt positiv aus. Wird der Wochenablauf strukturiert geplant, ist es nicht kompliziert, Plastikverpackungen einzusparen.