Saubere Luft in Karlsruhe

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Mehr als die Hälfte aller offiziellen Verkehrsmessstationen zeigten im vergangenen Jahr zu hohe Stickoxidwerte – auch in Karlsruhe. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Luftbelastung kaum verbessert wodurch jährlich gut 10.000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland verursacht werden. Insbesondere das Risiko für Asthma, Herzinfarkte sowie andere Herz-Kreislauferkrankungen wird erhöht.

Da viele deutsche Städte seit Jahren den geltenden Grenzwert für Stickoxid verfehlen, hat die Europäische Union inzwischen ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet. Und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unternimmt bislang kaum etwas um die Luftqualität zu verbessern.

Ein Mittel für bessere Luft wären Umweltzonen auf Basis einer blauen Plakette. Autos mit besonders hohem Stickoxidausstoß würden damit ausgeschlossen werden. Nach einem Gutachten des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg für die Stadt Stuttgart könnten die Stickoxide mit der blauen Plakette um 95% verringert werden. Der Vorschlag von Verkehrsminister Dobrindt, Busse, Taxen und Paketdienste auf Elektroantrieb umzustellen, würde die Stickoxidbelastung hingegen um lediglich 14 Prozent senken.

Manche Städte gehen sogar noch weiter: Madrid, Paris und Athen haben beschlossen, ab dem Jahr 2025 Dieselwagen in der Innenstadt ganz zu verbieten.

Um auf die Gefahren durch Dieselabgase hinzuweisen werden wir heute auf dem Ludwigsplatz informieren und sprechen über Vorschläge für eine Verkehrswende in Karlsruhe.

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