Planet Earth First

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Unter dem Motto „Planet Earth First“ riefen heute Ehrenamtliche von Greenpeace Karlsruhe am Ludwigsplatz zu mehr Klimaschutz auf. Die Umweltschützer luden Passanten ein, ein Transparent für die G20 Protestwelle am 2. Juli in Hamburg zu gestalten. Am Wochenende vor dem eigentlichen Gipfel ruft Greenpeace gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis zu einer friedlichen Demonstration in Hamburg auf. Zentrales Motiv dabei ist eine herzförmige Erde mit dem Slogan „Planet Earth First“ - eine Antwort auf Donald Trumps „America First“-Politik. Trump hat kürzlich angekündigt, aus dem internationalen Klimaschutzabkommen von Paris auszusteigen. „Donald Trump ignoriert, dass Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, die gemeinsam gelöst werden muss“, sagt Hendrik Sündermann von Greenpeace Karlsruhe. „Die restlichen G20-Staaten müssen in Hamburg zeigen, dass der Schutz des Planeten von höchster Wichtigkeit ist und der Ausstieg aus klimaschädlichen Energien wie Kohle, Öl und Gas jetzt angegangen wird.“

In der Nacht auf Freitag hatten Greenpeace-Aktivisten das Klimaherz als Protestsymbol auf die Hamburger Elbphilharmonie projiziert, einem Treffpunkt der G20 im Juli. Bundesweit laden Greenpeace-Ehrenamtliche an diesem Wochenende in 44 Städten zum gemeinsamen Gestalten von Botschaften an die Regierungschefs der G20 ein. „Jetzt ist es Zeit, Flagge zu zeigen“, so Sündermann. „Der Schutz der Erde muss vor den Interessen einzelner Politiker und Industrien stehen.“

OECD: Klimaschutz steigert Wirtschaftswachstum

Den G20-Staaten kommt beim Klimaschutz eine besondere Verantwortung zu. Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sind hauptverantwortlich für die Erderhitzung. Sie verursachen mehr als 80 Prozent der weltweiten Treibhausgase. US-Präsident Trumps Ankündigung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, rückt Klimaschutz in den Mittelpunkt des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg. „Als Gastgeberin muss Kanzlerin Merkel beim Gipfel gemeinsam mit den restlichen G20-Chefs klar machen, dass Klimaschutz nicht verhandelbar ist. Glaubhaft kann Merkel dabei nur sein, wenn Deutschland den überfälligen Kohleausstieg endlich angeht.“ Wirtschaftlich schlägt engagierter Klimaschutz sich sogar in höherem Wirtschaftswachstum nieder, so das Fazit der kürzlich vorgestellten OECD-Studie „Investing in Climate, Investing in Growth“.

Bürgerinnen und Bürger sind bundesweit eingeladen, ihre Forderungen an die Staats- und Regierungschefs der G20 zu richten und am 2. Juli nach Hamburg zu kommen. Mit einer Bootsdemo, einem Protestmarsch und einem bunten Meer aus Bannern, Schildern und Transparenten werden Zehntausende Menschen für gerechten Welthandel und konsequenten Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und die weltweite Stärkung der Demokratie auf die Straße und das Wasser gehen. Das Bündnis G20 Protestwelle vereint Gewerkschaften, Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherschutzorganisationen, Bürgerrechts- und kirchliche Organisationen.

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