Eisbär in der Fächerstadt

Media

Mitglieder der Greenpeace-Gruppe in Karlsruhe haben mit einem Eisbärenkostüm am Donnerstag, 30. November 2017, auf einem Rundgang durch die Innenstadt gegen die Klimapolitik in Deutschland protestiert. Sie trugen Schilder, auf denen Sprüche wie „Give me ice, baby“ und „Planet earth first“ standen. Vom Lidellplatz aus zog die arktische Delegation dann zum Rondellplatz und am Weihnachtsmarkt vorbei in Richtung Platz der Grundrechte. Zahlreiche Passanten blieben stehen, um sich zu informieren und posierten für Fotos mit dem flauschigen Eisbären. 

Symbol für den Klimawandel

Auch wenn man freundlich in die Kamera lächelt - die Lage ist ernst. Der Eisbär gilt weltweit als Symbol für den Klimawandel, denn die majestätischen Tiere sind vom Abschmelzen des Arktiseises ganz besonders betroffen. Der Klimawandel ist keine Vision, kein in ferner Zukunft liegendes Ereignis. Er ist real. Sichtbar vor Allem in der Arktis. Dort schmilzt das Eis - und zwar schneller als erwartet.

Temperaturanstieg begrenzen

Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch aufhalten zu können, muss der weltweite Temperaturanstieg unter den kritischen 1,5 Grad Celsius bleiben. Das ist möglich, doch dafür braucht es eine konsequente Umweltpolitik, weltweit. Die künftige Bundesregierung muss ein Bekenntnis zum Klimaschutz im Koalitionsvertrag festhalten – und danach handeln. 

Darum fordert Greenpeace eine Reduzierung der bundesweiten CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020, ein Kohleausstiegsgesetz, das die Einhaltung der Klimaziele für das Jahr 2020 und einen komplettten Ausstieg bis 2030 gewährleistet, keine Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2025 und Fahrverbote für schmutzige Diesel-Pkw in Städten.

Tags